– Anzeige –

Seit anderthalb Monaten fragt Jan uns nun schon über das Thema Tod aus. Wir hatten darüber mal gebloggt und euch berichtet, wie wir damit umgehen. Da Jan ja so gerne liest, wollten wir es unbedingt auch mit einem Buch versuchen. Hierzu haben wir euch ja bereits das Buch „Ein Himmel für Oma“ vorgestellt, das uns allen sehr gut gefallen hat.

Nun hat es sich zufällig ergeben, dass wir noch ein zweites Buch zum Probelesen erhalten haben, das ich damals rausgesucht hatte. Es handelt sich um das Buch „Kleiner Fuchs – Großer Himmel“ aus dem Verlag „Freies Geistesleben“.

 
Kleiner Fuchs Großer Himmel

 
Es handelt von einem Fuchskind, dessen Großvater gestorben ist. Die Fuchseltern erklären, dass er nun im Himmel sei – beim „GroßenLiebenFuchs“ – und es ihm dort gut gehe. Das Fuchskind ist froh darüber, dass es dem Großvater gut geht und träumt in der folgenden Nacht davon, wie er im Fell des GroßenLiebenFuchses liegt.

 
Kleiner Fuchs Großer Himmel

 
In den folgenden Tagen läuft der kleine Fuchs zu den Orten, die der Opa zu Lebzeiten sehr gern gehabt hat und trifft dort auf verschiedene Tiere. Jedes Tier versucht ihn daraufhin zu trösten und erklärt seine Version, wie der Himmel wohl aussieht. So gibt es bei der Schnecke die „GroßeLiebeSchnecke“ und beim Buntspecht den „GroßenLiebenBuntspecht“. Doch kein Tier kennt den GroßenLiebenFuchs.

 
Kleiner Fuchs Großer Himmel

 
Schließlich trifft er auf die Eule, die ihm ebenfalls zunächst von der „GroßenLiebenEule“ erzählt, auf die Frage nach dem GroßenLiebenFuchs jedoch lange nachdenken muss. Dann erkennt sie, dass jedes Tier eine eigene Vorstellung vom Himmel hat, im Kern jedoch alle an das Gleiche glauben und die gleichen Wünsche haben. Dass das Leben eben nicht mit dem Tod zu Ende ist, sondern weitergeht und dass man keine Angst vor dem Tod haben soll.

Alles wird untermalt von wirklich sehr liebevoll gezeichneten Illustrationen.

 
Kleiner Fuchs Großer Himmel

Kleiner Fuchs Großer Himmel

 
Das Buch regt tatsächlich zum Nachdenken an – auch Erwachsene. Das, was das Buch da beschreibt, bringt im Prinzip die Realität kindgerecht auf den Punkt: Jeder Mensch hat eine andere Vorstellung von dem, was nach dem Tod passieren wird. Der Eine glaubt an ein Leben im Paradies, der Andere eher an Wiedergeburt und ein Dritter denkt möglicherweise sein ganzes Leben lang darüber nach und kommt zu keinem Ergebnis.
Wenn wir Jan davon erzählen, dass man irgendwann in den Himmel kommt, so liegt das daran, dass wir beide entsprechend erzogen wurden. Anja und ich sind zwar katholisch getauft, möchten die Jungs aber dazu bringen, dass sie ebenfalls ihre eigene Vorstellung davon bekommen, was irgendwann kommt. Der Himmel ist dabei jedenfalls aktuell eine ganz tolle Hilfe für Jan und nimmt ihm ganz schnell die Angst.

Was das Buch betrifft, so glaube ich, dass wir es nochmal für eine Zeit in den Schrank stellen müssen. Der Text ist für einen Noch-Dreijährigen ganz schön lang und auch wenn Jan gerne liest, so kann er sich schon nach ein paar Seiten nicht mehr richtig konzentrieren. Dazu trägt natürlich auch bei, dass der Fuchs in dem Buch auf fünf verschiedene Tiere trifft, die alle nach dem gleichen Schema ihre Vorstellung vom Himmel erzählen Das macht möglicherweise gerade erst den Reiz der Geschichte aus, für Kleinkinder wird es jedoch schnell uninteressant.
Der Verlag empfiehlt das Buch auch erst für Kinder ab fünf Jahren, was ich tatsächlich nur bestätigen kann.