Wie viele von euch ja in unserem letzten Weekendpost bereits gelesen haben, haben wir einen Familienausflug zu den Kakushöhlen nach Mechernich in der Eifel gemacht.
Ich bin als Kind mit meinen Eltern viele, viele Jahre lang fast jedes Wochenende in der Eifel gewesen, da wir dort einen Wohnwagen stehen hatten. Ich fühle mich dadurch mit der Eifel und den Wäldern dort ganz besonders verbunden und habe viele schöne Erinnerungen daran (auch wenn ich in meiner Jugendzeit die Eifel verflucht habe). Deshalb bin ich immer wieder gerne für Ausflüge in der Eifel zu haben und kenne mich dort auch ganz gut aus.

Als es dann zur Planung des Wochenendes ging, fielen mir spontan die Kakushöhlen in Mechernich ein. Das wäre doch was für Jan, richtig spannend und abenteuerlich. Ich war dort selbst schonmal vor etwa 8 Jahren und fand es auch mit meinen damals 18 Jahren total cool durch die Felswände zu kriechen und zu klettern. An vielen Stellen tropft Wasser von den Wänden und es gibt einiges zu entdecken.

Ausgang der Höhle durch einen Spalt

Es gibt insgesamt drei Kakushöhlen. „Die große Kirche“, „die dunkle Kammer“ und „das kalte Loch“.
Vom Parkplatz aus erreicht man nach etwa 150m Fußweg, dieser ist barrierefei, den Eingang der „großen Kirche“.

Mama, Jan und Tom auf dem Weg zur Höhle

Der restliche Rundweg und die angrenzenden Wald- Wiesenwanderwege sind leider nicht barrierefrei. Wir hatten teilweise einige Mühe, den Kinderwagen die Treppen hoch- bzw. runterzubekommen (Felsspalten zu eng, Treppen zu steil und unwegsam).

Eine steile Treppe führt zu den Wanderwegen.

Nun aber erstmal wieder zurück zu den Höhlen und ihrer Geschichte.

Außenansicht der Kakushöhle

Außenansicht der Kakushöhle

„Beim Eintritt in die „Große Kirche“ unterhalb des riesigen
Kalkfelsens fallen dem Besucher die imposanten Ausmaße der Höhle ins Auge: Sie ist 8 mal 10 Meter groß und etwa fünf Meter hoch. In den Sedimentschichten wurden die Archäologen fündig. Neben Steingeräten des Neandertalers und Tierknochen konnten drei Feuerstellen der Urmenschen nachgewiesen werden.

Das Alter dieser Feuerstellen wurde auf 80.000 bis 50.000 Jahre vor Christus geschätzt.Verlässt der Besucher diese Höhle Richtung Osten, stößt er auf eine Treppe. Auf halber Höhe der Treppe erweitert sich zur linken Hand die Wand zu einer tiefen Spalte, der sogenannten „Dunklen Kammer“.

Ein Steinbrocken in der Höhle

Folgt man diesem Weg weiter, gelangt man über einen abwärts führenden Weg zu einer mächtigen Betonwand. Im Jahr 1977 drohten tonnenschwere Steinbrocken in die Tiefe zu stürzen. Um Besucher nicht zu gefährden, wurden die absturzgefährdeten Teile durch Betonarmierungen gesichert. Im Zuge der Sicherungsarbeiten wurden gerade an dieser Stelle die erfolgreichsten Ausgrabungen an den Kakushöhlen gemacht, wobei viele Überreste von Tieren gefunden wurden.

Oberhalb der Betonwand findet sich das „Kalte Loch“. Diese Höhle ist durch eine Mauer halb verschlossen. Darunter liegen Sedimente aus der letzten Eiszeit. Um zur kleinen Höhle zu gelangen, muss man zunächst das Plateau des Kartsteinfelsens erreichen. Dort findet sich zur linken Hand der schmale Eingang zur kleinen Höhle. Hier überwinterte in Urzeiten der Höhlenbär, wie sich an gefundenen Überresten beweisen ließ. Der Kölner Archäologe Carl Rademacher entdeckte hier zudem eine Abfallgrube keltischen Ursprungs.
Über das Plateau hinweg führt der Weg wieder hinab zum Café.“
(Quelle: mechernich.de/Kakushöhle)

Gesteinwand in der Höhle

Eingang zum „kalten Loch“.

Eingang zum "Kalten Loch"

Der etwa 300 m lange/kurze Rundweg startet und endet an einem kleinen Café. Dort gibt es im Sommer leckere Würstchen vom Grill, Pommes, Flammkuchen, Eis und etwas zu Trinken. Wer möchte, kann auch an der Feuerstelle, die zwischen der Höhle und dem Cafe am Wegesrand liegt, grillen (dies muss man aber beim Café anmelden).

Da uns der Rundweg zu kurz war, gingen wir noch weiter auf dem Wanderweg. Es gibt dort einige Wanderrouten zur Auswahl, die alle mit Nummern und Schildern gekennzeichnet sind.

Wanderweg in Richtung Mechernich

Wir entschieden uns, einfach mal ins Blaue hinein loszugehen. Notfalls kehren wir um, was wir auch nach ca 30 Minuten Wanderung taten, da es Jan langsam zu weit wurde und wir nicht wussten wie lange der Weg noch dauern würde und wo wir auskommen. Am besten informiert man sich vorher ;).

Der Weg führte uns durch grüne Wiesen und Weiden.

Wanderweg in Richtung Mechernich

Ein Feld neben dem Wanderweg

Papa, Jan und Tom laufen den Wanderweg entlang

Papa, Jan und Tom laufen den Wanderweg entlang

Durch Wälder. Die Wege sind meist breit und man kann dort, abgesehen von anstrengenden Berg- und Talfahrten, gut mit dem Kinderwagen lang spazieren. Wer natürlich einen geländetauglichen Wagen hat, wird hier wenig Probleme haben, denn auch wir haben es mit unserem Teutonia Stadtwägelchen gut geschafft.

Waldansicht von oben nach unten

Anja, Jan und Tom mitten zwischen Bäumen im Wald

Jan und Tom sehen den Hang hinunter, in Richtung der Höhle.

Baumäste mit Blättern

Ich finde es einfach so schön, mit den Kindern im Wald zu sein. Sie können unbeschwert laufen und toben. Es gibt niemanden, den sie stören und keine gefährlichen Straßen in der Nähe.

Jan und Tom mit Blick auf die Höhle

Außerdem gibt es so viel neues und spannendes zu entdecken und zu sammeln: Schnecken, wilde Trampelpfade, Jägerhochsitze, Tannenzapfen, Steine, Blätter, Stöcke. Für Kinder ein Paradies und für uns Erwachsene auch ein Stückchen Erholung.

Ich hoffe, euch hat unser kleiner Ausflug in die Eifel gefallen. Wenn jemand noch Fragen hat, dann fragt uns ruhig, wir antworten gerne und freuen uns über jedes gezeigte Interesse und jeden einzelnen Kommentar von euch.
Vielleicht haben wir ja euer Interesse geweckt (zumindest bei denjenigen, die in der gleichen Umgebung wohnen) und hören hier demnächst mal eure Ausflugserlebnisse.