Hallo ihr Lieben,

wie ist das eigentlich so mit dem Haushalt, macht der sich wirklich von ganz allein? Na schön wäre es wohl.
Seit ich Kinder habe, bin ich extrem ordnungsliebend geworden. Jedes Teil hat seinen Platz, an den es gehört, für Kleinkram gibt es extra Kisten und Körbe und Sachen, die nicht mehr gebraucht werden, werden weggeräumt und das nicht erst nächste Woche. Das einzige Chaos in unserem Haus wird verursacht durch Kinderspielzeug, aber das ist ja auch ok so und kein richtiges Chaos, sondern eher ein wenig Unordnung. Aber auch das Spielzeug räumen wir abends auf (Aufwendige Bauten dürfen natürlich auch mal stehen bleiben). Diese Liebe zur Ordnung ist wohl dadurch entstanden, dass ich seit ich Mutter bin Angst habe, mein Haus könnte im Chaos versinken, falls ich die Ordnung nicht beibehalte und so ist es auch tatsächlich. So haben wir jeden Tag mal 15 Minuten mit Aufräumen zu tun und dann ist es gut! Denn ich finde, Ordnung ist echt die halbe Miete, da schaut dann keiner mehr auf staubige Regalflächen oder ein paar Krümel auf dem Boden. Für Freunde und Familie kaum zu glauben, dass ich während meiner Ausbildungszeit in meiner ersten Bude oft manchmal eine Woche lang nicht gespült habe oder in einer dreckigen verstopften Wohnheimdusche geduscht habe, ohne Herpes zu bekommen.

Ja, ich mag die Ordnung und auch die Sauberkeit. Aber wie ist das zu schaffen mit zwei kleinen Kindern und eingeschränkter Zeit durch den Beruf? Wie wir das organisieren und umsetzen?
Seit ich im Januar nach einem Jahr Elternzeit in meinen Beruf zurückgekehrt bin, teilen wir uns die Aufgaben im Haushalt auf. Während der Elternzeit habe ich das meiste alleine erledigt, da ich ja eh Zuhause war. Seit kurzem haben wir es sogar so geregelt, dass jeder von uns seine festen Aufgaben hat, die er selbstständig erledigt. So muss sich keiner mehr ärgern, dass der andere wieder etwas nicht erledigt hat oder die Verteilung ungerecht ist. Da ich nur 50% in meinem Beruf arbeite, übernehme ich dementsprechend aufwendigere Aufgaben oder Aufgaben, die häufiger anfallen im Haushalt.

So sieht unsere Verteilung in etwa aus:

Anja
Bäder putzen, Staubsaugen, Staubwischen, Bodenwischen, Blumen gießen drinnen, einkaufen, Spülmaschine ausräumen, aufräumen, aussortieren, Meerschweinchen füttern abends, eigenes Auto putzen, Haustür putzen

Alex
Wäsche waschen und falten, Gartenarbeit, Kehren draußen, Pfand und Altglas wegbringen, Verwaltung, Betten beziehen, Fenster putzen, Meerschweinchen füttern morgens, eigenes Auto putzen

Dazu kommen noch Aufgaben, die wir gemeinsam erledigen wie Meerschweinchen saubermachen und sowas.

Ich erledige meine Aufgaben, wenn die Kinder in der Kita sind, wenn ich dienstfrei habe. Alex macht seine Sachen abends oder während ich nachmittags mit den Kindern unterwegs bin. Manches muss halt auch schonmal am Wochenende erledigt werden, obwohl wir eigentlich versuchen, uns die Wochenenden frei von Hausarbeit zu halten.

Sauberkeit ist mir wirklich wichtig. Ich hasse es, wenn irgendwas eingestaubt ist, Haare von mir im Waschbecken oder der Dusche rumliegen oder ich mit nackten Füßen in irgendwelche Krümel trete. Einmal pro Woche mache ich deshalb Hausputz von oben bis unten, das ist für uns angemessen so. Es gibt bestimmt Leute, die das öfter oder gründlicher machen, aber für uns ist das so ok. Weniger käme für mich nicht in Frage, da ich mich sonst zu Hause unwohl fühlen würde oder mich gar ekele. Ich hab einfach eine kleine Ekeltoleranz bei Lappen/Schwämmen und Badezimmerböden. Und wie man sieht, sind Bad und Küche auch die schmutzigsten Orte in einem Haus oder einer Wohnung.

 

Die schmutzigsten Orte der Wohnung – hättet ihr das gedacht?

 
Schmutzigste Orte in der Wohnung (Infografik)

 
Doch nicht alle Orte im Bad sind so schmutzig und bakterienbelastet wie man meint.

 
Schmutzigste Orte in der Wohnung (Infografik)

 
Dafür gibt es einige schmutzige Orte in der Küche, die ich definitiv nicht für so bakterienbesiedelt angesehen hätte. Wie zum Beispiel die Knöpfe des Herdes oder Backofens und die Kaffeemaschine. Die sollten wir wohl auch mal öfter reinigen. Beim Kühlschrank wusste ich zwar, dass dort oft Schimmel und Bakterien zu finden sein können, doch das ist dann wohl meine Haushaltsschwachstelle, denn den Kühlschrank mach ich total ungerne und selten sauber.

 
Schmutzigste Orte in der Wohnung (Infografik)

 
Aber richtige Drecksschleudern sind nicht etwa Küche oder Bad, sondern unsere alltäglichen Kommunikationsinstrumente.

 
Schmutzigste Orte in der Wohnung (Infografik)

 
Hier noch ein paar Tipps und Tricks für den Haushalt. Ich werde es auf jedenfall auch mal ausprobieren, die Schwämme in der Mikrowelle zu reinigen, denn Schwämme finde ich so eklig, dass ich sie nach jeder Benutzung wegschmeißen möchte. Meist nutze ich deshalb nur Einmal-Allzweck-Tücher, was natürlich nicht sehr umweltfreundlich ist.

 
Schmutzigste Orte in der Wohnung (Infografik)

 
Wie schafft ihr es, Hauhalt und Kinder und vielleicht noch den Beruf unter einen Hut zu bekommen? Habt ihr auch einen Haushaltsplan oder ist euch der Haushalt nicht so wichtig? Gibts irgendwas im Haus, wovor ihr euch echt ekelt?

 
(Quelle des Bildes: Netzshopping.de)