Hallo ihr Lieben,

gerne beteiligte ich mich an der Blogparade zum Thema Familienplanung, die die liebe Kerstin von Chaos² – Familienwahnsinn im Doppelpack, ins Leben gerufen hat.

In Ihrem tollen Ausgangsspost schreibt sie darüber, dass das Kinderkriegen schwer planbar ist. Familienplanung sollte besser Kinderwunsch heißen, denn man kann diese wichtige Sache nicht konkret planen, sondern kann sich nur wünschen, dass es nach „Plan“ verläuft. Meist kommt es doch anders als man denkt. So bekam sie ein Zwillingspärchen und nun denkt alle Welt, dass das ja wohl reichen muss.

Wie war das bei mir?

Schon als Kind fand ich die Zahl drei schön, wollte folglich auch drei Kinder. Zwei Jungs mit geringem Abstand und ein Nachzügler-Mädchen, wenn die Jungs im Grundschulalter sind. So meine Planung oder Vorstellung, bevor ich Kinder bekam.

Naja, die zwei Jungs mit kurzem Abstand hab ich ja von der Planung wunderbar in die Tat umgesetzt. 🙂 Zudem wollte ich schon so früh wie möglich Kinder.

Aber alles andere wohl eher nicht. Eigentlich wollte ich nach der Ausbildung studieren, die Ausbildung absolvierte ich, da sie Voraussetzung für das Studium ist. Im dritten Lehrjahr wurde ich dann ungeplant schwanger mit meinem ersten Kind. Ich bestand mein Examen in der Gesundheits- und Krankenpflege mit sehr guten Noten im September 2011 und wurde im November 2011 Mutter. Anstatt Pflegemanagement, Pflegewissenschaften oder Pflegepädagogik zu studieren, wie ich es schon vor meinem Abitur im Jahr 2008 geplant hatte, arbeitete ich bereits acht Monate nach Jans Geburt wieder in der Pflege, um nach dem Examen nicht zu viel Zeit vergehen zu lassen. Ein Studium ist nun nur noch schwer möglich. Berufsbegleitend kostet es monatlich einiges an Geld, was wir mit zwei Kindern an anderen Ecken und Enden benötigen. Nun bin ich seit fast drei Jahren im Nachtdienst angestellt. So bringe ich Kinder und Beruf am besten unter einen Hut. Wir haben uns arrangiert, früh Eltern geworden zu sein und haben keine Sekunde über eine Abtreibung nachgedacht. Das schaffen wir schon, war unser positiver Gedanke. Und wir haben es geschafft. Wir haben uns im Schnellschritt ein recht luxuriöses Leben aufgebaut, wofür andere oft viele Jahre brauchen.

Beim zweiten Kind darf ich aber tatsächlich von „Planung“ sprechen. Wir planten ganz konkret und bekamen direkt, was wir wollten. Was nicht nach Plan lief, waren Toms monatelange Schreianfälle. Ein Schreikind, dass uns alle an den Rand des Wahnsinns trieb, hatten wir definitiv nicht bestellt. Das ist auch ein Grund, warum aus meinem Kindheitstraum, mal drei Kinder zu haben, eher nichts wird. Noch ein Schreikind und wir würden wahrscheinlich als Paar getrennte Wege gehen.

Heute würde ich auch kein Nachzüglerkind mehr wollen. Entweder alle hintereinander und dann alle Babysachen weggeben und nie mehr damit anfangen oder eben keins mehr. Aber wer weiß schon was morgen ist. 😉

Familie ist eben nicht planbar.